Mehr Grün, mehr Platz für Velo, Fussverkehr und öV – die erste Jahresbilanz

Die Stadt muss bis 2035 über 600 000 Quadratmeter Strassenfläche umnutzen. Nach einem Jahr ist ein Drittel des Begrünungsziels erreicht, aber erst 8,3 Prozent beim Umweltverbund.

Am 22. September 2024 nahmen die Stimmberechtigten die Gegenvorschläge zur «Zukunfts-Initiative» (62 Prozent Ja) und zur «Gute-Luft-Initiative» (66 Prozent Ja) an. Seither muss die Stadt innert zehn Jahren:

  • 462 000 m² Strassenfläche zugunsten des Umweltverbunds umnutzen, also für Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr, und
  • weitere 145 000 m² begrünen oder mit Bäumen bepflanzen.

Die Frist läuft seit dem 1. Mai 2025.

Der Stand nach einem Jahr (Mai 2025 bis April 2026)

NeuAnteil am Ziel
Grünflächen48 311 m²33,3 %
Flächen für den Umweltverbund38 304 m²8,3 %

Wesentlich beigetragen haben die 2025 fertiggestellte Einhausung Schwamendingen mit dem Ueberlandpark und ein neuer Abschnitt der Velovorzugsroute Altstetten–Hauptbahnhof Anfang 2026.

Was noch kommt

Bald fertig ist ein Projekt an der Winzerhalde in Höngg (45 zusätzliche Bäume, unversiegelte Flächen, Begegnungszone). Ende 2027 folgt die Scheuchzerstrasse (Velovorzugsroute, Grünflächen, 60 zusätzliche Bäume). In Planung sind unter anderem eine Begegnungszone im Grünauring und die Umgestaltung von Neue Hard und Geroldstrasse.

Stadträtin Simone Brander nennt als grösste Unsicherheiten mögliche Rechtsmittel, die Projekte um Jahre verzögern können, und ausstehende kantonale Genehmigungen.