Neue Integrationsziele bis 2030 und ein neu gewählter Ausländerbeirat
Der Stadtrat hat 20 integrationspolitische Ziele beschlossen, erstmals mit einem eigenen Schwerpunkt gegen Diskriminierung. Zwei Wochen zuvor hat er die 25 Mitglieder des Ausländerinnen- und Ausländerbeirats für 2026–2030 bestimmt.
Laut Stadt sind fast 45 Prozent der Bevölkerung im Ausland geboren, und jedes Jahr ziehen rund 17 000 Menschen direkt aus dem Ausland nach Zürich. Für jede Legislatur legt der Stadtrat fest, welche Ziele die Verwaltung bei der Integration verfolgt.
Die Ziele 2026–2030
Unter dem Titel «Zürich ist gelebte Vielfalt» stehen 20 Ziele in fünf Stossrichtungen:
- Zugang ermöglichen: Alle sollen gleichermassen von den Angeboten der Stadt profitieren.
- Teilhabe stärken: am wirtschaftlichen, politischen und sozialen Alltag.
- Willkommens- und Anerkennungskultur pflegen.
- Diskriminierungen verhindern: Diese Stossrichtung ist neu.
- Herausforderungen angehen: Probleme im Zusammenleben früh erkennen und lösen.
Neu berücksichtigt ist auch die Digitalisierung. Ein Kurzbericht zur letzten Legislatur ist auf der Seite zur Integrationspolitik verlinkt.
Der Ausländerinnen- und Ausländerbeirat
Der Beirat vertritt die Zürcherinnen und Zürcher ohne Schweizer Pass gegenüber dem Stadtrat. Auf die öffentliche Ausschreibung bewarben sich 124 Personen aus über 40 Ländern. Der Stadtrat wählte 25 Mitglieder und achtete dabei auf Herkunft, Geschlecht, Alter, Deutschkenntnisse und Vernetzung. Co-Präsidentinnen sind die bisherigen Mitglieder Alessandra De Bernardi (Italien) und Olympia Georgoudaki (Griechenland). Den Beirat gibt es seit 2005, seit 2011 unbefristet.