Bis 1200 Franken Zuschuss an die Krankenkassenprämie – so will der Stadtrat die Initiative umsetzen
Rund 90 000 Menschen in der Stadt sollen eine jährliche Prämienzulage beantragen können. Kosten: rund 60 Millionen Franken pro Jahr. Ausbezahlt würde frühestens 2028.
Am 30. November 2025 haben die Stimmberechtigten der Stadt die Prämienentlastungs-Initiative angenommen. Jetzt hat der Stadtrat dem Gemeinderat eine Verordnung vorgelegt, wie der städtische Zuschuss funktionieren soll.
Wer ihn bekommen soll
Erwachsene mit Wohnsitz in der Stadt Zürich, die Anspruch auf eine individuelle Prämienverbilligung (IPV) des Kantons haben und keine Sozialhilfe, Ergänzungs- oder Überbrückungsleistungen beziehen. Der Stadtrat schätzt, dass das rund 90 000 Personen sind. Die Zulage gibt es nur auf Gesuch; weil die Daten aus der Prämienverbilligung schon vorliegen, sollen dafür nur wenige Angaben nötig sein.
Wie viel
Eine jährliche Pauschale von etwa 200 bis 1200 Franken. Sie entspricht dem Unterschied zwischen den Prämien in der Stadt (Prämienregion 1) und auf dem Land (Prämienregion 3). 2026 zahlt eine erwachsene Person in der Stadt mit der tiefsten Franchise im Schnitt 7680 Franken im Jahr, in Birmensdorf 6528 Franken. Die Zulage wäre also 1152 Franken.
Wer eine hohe Franchise und damit eine tiefere Prämie hat, bekommt nur einen Teil. Das Beispiel der Stadt: Bei einer Franchise von 2500 Franken und einem Anteil von 20 Prozent wären es 230 Franken.
Was es kostet
Rund 60 Millionen Franken pro Jahr, je nach Zahl der Gesuche. Bei schlechter Finanzlage (Defizit von über 100 Millionen Franken im Vorjahr) könnte der Stadtrat die Zulage um bis zu 30 Prozent kürzen; für grössere Kürzungen braucht es den Gemeinderat.