Budget 2027 – 407 Millionen Franken Minus, Steuerfuss bleibt bei 119 Prozent, weniger Geld für Hauskäufe

Der Stadtrat rechnet bis 2030 mit Defiziten von rund 600 Millionen pro Jahr und streicht oder verschiebt deshalb Investitionen, von der Marina Tiefenbrunnen bis zur Velobrücke Dammsteg.

Die Eckwerte

Budget 2027
Einnahmen11,398 Mrd. Fr.
Ausgaben11,805 Mrd. Fr.
Ergebnis−407 Mio. Fr. (Budget 2026: −322 Mio.)
Steuereinnahmen4,198 Mrd. Fr. (Privatpersonen 2,546 Mrd., Unternehmen 1,150 Mrd., Grundstückgewinnsteuer 500 Mio.)
Steuerfussunverändert 119 %
Personalkosten3,91 Mrd. Fr., 27 333 Stellen
Investitionen (Verwaltungsvermögen)1,88 Mrd. Fr.

Für 2028 bis 2030 zeigt der Finanzplan Defizite von 601,6, 591,3 und 590,7 Millionen Franken. Die Verschuldung ist laut Stadtrat wegen der hohen Investitionen seit 2023 stark gestiegen. Ab 2029 sollen die Investitionen bei 1,5 Milliarden pro Jahr liegen.

Was gekürzt oder verschoben wird

  • Liegenschaftskäufe: Budget sinkt auf 150 Millionen pro Jahr (−350 Millionen). Dafür sollen die städtischen Stiftungen PWG und SEW rund 125 Millionen mehr Eigenkapital bekommen und so in vier Jahren für rund 500 Millionen kaufen können. Das Drittelsziel für gemeinnützige Wohnungen bleibe so „realistisch“.
  • Marina Tiefenbrunnen mit Wassersportzentrum und Restaurant: Verzicht (−76,7 Millionen).
  • Schulanlagen Seefeld und Brunnenhof: je eine statt zwei Sporthallen.
  • Sanierungen von städtischen Wohnsiedlungen und Verwaltungsgebäuden: längere Zyklen (−230 bzw. −150 Millionen).
  • CO₂-Abscheidung (CCS): Planung im Werdhölzli vorerst eingestellt, Hagenholz verschoben. Am Netto-Null-Ziel hält der Stadtrat fest.
  • Velobrücke Dammsteg und eine Fuss- und Veloverbindung in Seebach: verschoben.
  • Energieverbund Wiedikon: über einen längeren Zeitraum umgesetzt.

Für das 365-Franken-Abo und die Prämienzulage plant der Stadtrat bis 2030 mit reduzierten Beträgen.